Die eFiliale der Post
Etwas zum Thema „usability“ am Beispiel der Webseiten der eFiliale der Post.
Gedacht und gemacht wurden diese Seiten, um sich Produkte der Post online kaufen zu können. Neben haufenweise Schnikschnak werden auch Brief- oder Paketmarken verkauft. Eine moderne Art der Frankierung: kaufen, ausdrucken, aufkleben, einwerfen, fertig. Leider haben die Entwickler der Shop Seiten unter deutschepost.de dies aber gründlich vermasselt.
Zum Vergleich: bei Amazon braucht es zwei Klicks, um z. B. einen Fernseher für mehrere Hundert Euro zu bestellen. Bei der eFiliale sind mindestens sieben Klicks nötig, um eine Briefmarke für 62Ct. zu kaufen. Stets müssen alle Informationen zum „Bestellvorgang“ durch Klick bestätigt werden, obwohl sich gewöhnlich hier nichts ändert. Und dann natürlich ein Popup: „wollen Sie wirklich eine Marke für 62Ct. bestellen?“ Ein „click to buy“ Knopf fehlt.
Hinzu kommen programmtechnische Fehler: Wird der Kauf einer Marke innerhalb der langen Bestellkette abgebrochen, weil z. B. ein falscher Wert gewählt wurde, erscheint diese Marke später dennoch im „Warenkorb“. Löschen? Fehlanzeige. Bestellung neu machen von Anfang an, bitteschön.
Was sollte man erwarten dürfen? Eine Seite mit einer Anmeldung, dann ein Klick auf den Wert der gewünschten Marke und dann „Kostenpflichtig bestellen“. Fertig.
Nur nicht so schnell, nicht auf der Stell‘ Denn bei der Post, geht’s nicht so schnell…
— Gerald Nipp 02.02.2019
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